Die ESO, die europäische Forschungsorganisation
im Bereich der Astronomie, plant das
größte Spiegelteleskop der Welt mit einem Duschmesser von über 40 Metern. Zwei
Standorte sind für das 950- Millionen- Euro Projekt in engerer Auswahl. Chile oder der
Roque de los Muchachos auf der Nachbarinsel La Palma. Erst vergangene Woche hat
Spaniens Forschungsministerin, Cristina Garmendia, die offizielle Kandidatur Spaniens
eingereicht und will hierfür 300 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Am Montag ließ die
Ministerin verlautbaren, La Palma habe keine Chance gegen Chile, dort seinen die
technischen Voraussetzungen, wie ein klarer Nachthimmel, einfach besser. Für diese
Äußerung haben kanarische Politiker und Wissenschaftler keinerlei Verständnis, und sie
seien für Spaniens Kandidatur wenig hilfreich, zudem die ESO erst Ende des Jahres über
den Standort entscheide.

