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Lokalnachrichten MIX 101, Mittwoch, 15. Februar 2012

• Für den kanarischen Tourismus hat das neue Jahr gut begonnen. Auch im Januar hielt der
Besucherboom an. 917.000 ausländische Urlauber kamen im ersten Monat des Jahres auf
die Inselgruppe, fast 6 Prozent mehr als im Januar 2011. Mit 10 Prozent verzeichnete die
Nachbarinsel Teneriffa die höchsten Zuwächse, auf Gran Canaria lag das Plus bei 2
Prozent.
• Den kühlen Wind spürten die Urlauber am vergangenen Wochenende auch an den
Stränden von Maspalomas. Hoch oben in Bergen, in fast 2.000 Metern Höhe, war es aber
für kanarische Verhältnisse richtig kalt, und es schneite. Der Schneefall wurde aber schnell
zu Schneeregen, und mit der weißen Pracht war es schnell vorbei. Durch eine neue
Kaltluftfront kann es aber schon heute wieder zu Schneefällen in den Bergen kommen.
Ausflügler sollten die Berge dann meiden, denn die Straßen werden schnell glatt, und die
kanarischen Mietwagen sind nicht mit Winterreifen ausgestattet.
• Tonnenweise haben ein Unternehmer, ein Anwalt, mehrere Zollagenten und Beamte der
Zollverwaltung im Hafen von Las Palmas illegale Waren aus China nach Gran Canaria
importiert. Es handelt sich hauptsächlich um Imitate von Markenartikeln. Die Zollbeamten
hatten offenbar Geld erhalten, damit die Container mit der Schmuggelware ungehindert die
Zollbarrieren passieren konnten. Seit Sommer wurde ermittelt, nun hat die Guardia Civil 12
Verdächtige festgenommen.
• Im Februar 2008 musste das Rathaus von Maspalomas im Campo Internacional wegen
Einsturzgefahr evakuiert werden. Baumängel hatten große Wasserschäden an dem,
damals gerade mal 20 Jahre alten, Gebäude verursacht. Die etwa 300 städtischen
Verwaltungsmitarbeiter wurden an unterschiedlichen Orten in der Stadt untergebracht. Nun
sollen sie nach und nach wieder alle in ein neues Bürogebäude umziehen. Dieses steht
neben dem Stadion von San Fernando.
• 7.000 zusätzliche Hotelbetten will die Stadt Mogán an der Küste von Taurito genehmigen
und hat deshalb die entsprechenden Anträge bei dem zuständigen kanarischen
Ministerium gestellt. Nach eingehender Prüfung wurde der Antrag abgelehnt, weil die
neuen Hotelanlagen im Raumordnungsplan der Stadt Mogán so gar nicht vorgesehen sind.
Nun muss die Kommune erst mal ihren Raumordnungsplan neu überarbeiten, und das
dauert Jahre.
• Auf Druck der EU hat die neue spanische Regierung jetzt die Arbeitsmarktreform in Angriff
genommen und erste Eckdaten der geplanten Neuerungen vorgestellt. Bei unbegründeten
Entlassungen erhalten die Arbeitnehmer zukünftig Abfindungen pro Beschäftigungsjahr
von nur noch 33 Tagen, also etwa 1 Monatsgehalt. Bisher waren es 45 Tage. Maximal
erhält der Entlassene 2 Jahresgehälter. Bei begründeten Entlassungen sind es 20 Tage.
Geht es dem Unternehmen schlecht, werden Kündigungen deutlich erleichtert, die
behördlichen Genehmigungsverfahren entfallen. Arbeitnehmerverbände begrüßen die
Initiative, die Gewerkschaften drohen mit Streiks. Tarifverträge einzelner Unternehmen mit
den Mitarbeitern haben zukünftig Vorrang vor den Tarifverträgen einer ganzen Branche,
und bei schlechter Lage des Unternehmens kann die Geschäftsleitung den Tarifvertrag
einseitig kündigen. Arbeitnehmerverbände begrüßen die Initiative, die großen
Gewerkschaften drohen bereits mit Streiks noch in diesem Monat.

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